Barn Cuisine

Barn Cuisine | Bethmännchen, Linzer Plätzchen, Schokotaler & Vanillekipferl

Nichts stimmt mehr auf die Weihnachtszeit ein als ein großer Teller voller Plätzchen und eine Küche, die noch tagelang weihnachtlich duftet. Heute backen wir vier verschiedene Plätzchen aus unterschiedlichen Regionen: Bethmännchen aus Frankfurt, Linzer Plätzchen aus Franken (ursprünglich stammen sie aus Österreich), Schokotaler aus Schleswig Holstein und den Klassiker unter den Plätzchen: Vanillekipferl (die ursprünglich aus Böhmen stammen). Alle Plätzchen sind vegetarisch, am Ende des Rezepts ist außerdem eine vegane Alternative zu finden.

Bethmännchen mit Mandelsplitter.

Bethmännchen

Dauer: 10 min, Backzeit: 15 min

Du brauchst: 200 g Marzipanrohmasse, 70 g Puderzucker, 100 g gemahlene Mandeln, 4 gehäufte EL Mehl, 1Ei, 3 EL Milch, eine Tüte blanchierte Mandeln (ganz) zum Verzieren

Das Ei trennen und das Eigelb zum späteren Bestreichen zur Seite stellen. Die Marzipanrohmasse wird jetzt in kleine Stücke gehackt und dann mit dem Puderzucker, den gemahlenen Mandeln, dem Eiweiß, Mehl und Milch zu einer festen Masse vermischt. Auch wenn es an den Finger klebt: das geht am besten von Hand!

Die klebrige Masse wird nun zu kleinen Kugeln (etwa halb so groß wie ein Tischtennisball) geformt und auf ein Blech gelegt. Die blanchierten Mandeln werden halbiert und je drei Mandelstücke seitlich in den rohen Teig der Kügelchen gedrückt.

Mit dem Eigelb glasieren und bei 175 Grad Umluft für 15 min in den Ofen bis sie goldbraun sind.

Bethmännchen sind eine echte Frankfurter Spezialität und zugleich wohl die simpelsten wie auch leckersten Plätzchen.

Vegane Variante: Das Eiweiß im Teig durch 1 EL Sojamehl vermischt mit 1 TL Pflanzenmilch ersetzen. Das Ei zum Bestreichen der Bethmännchen kannst du auch weglassen oder zwischendurch kurz kaltes Wasser aufpinseln.

Linzer Plätzchen in Baum- und Sternform.

Linzer Plätzchen

Dauer: 70 min (inkl. Kühlzeit), Backzeit: 8-10 min

Du brauchst: 250 g Mehl, 150 g gemahlene Mandeln (fein), 90 g Zucker, 1 TL Zimt, 1 Prise Salz, 200 g kalte Butter, Puderzucker (zum Bestreuen) & Marmelade nach Wahl für die Füllung

Verknete Mehl, Mandeln, Zucker, Zimt, Salz und Butter in einer Schüssel miteinander bis du einen dicken, festen Teigklumpen hast. Den Teigklumpen schlägst du in ein Bienenwachstuch (alternativ: Frischhaltefolie) ein und legst das Paket für 60 min in den Kühlschrank.

Den gekühlten Teig mit etwas Mehl und einem Nudelholz ausrollen. Mit Plätzchenformen deiner Wahl kannst du jetzt z.B. Sterne oder Tannenbäume ausstechen. Da das Linzer Plätzchen ein „Doppeldecker“ ist, brauchst du immer einen Teil ohne Loch in der Mitte und einen mit. Wir haben bei den Bäumchen beispielsweise gleich zwei Löcher in den Teig gestochen, weil es so schön nach Christbaumkugeln aussah.

Wenn du die gleiche Anzahl an Unter- und Oberteilen (mit Loch) ausgestochen und auf ein Blech gelegt hast, kommen die Plätzchen für 8 bis 10 Minuten bei 175 Grad Umluft in den Ofen.

Hole die fertigen Plätzchen aus dem Ofen und lasse sie einige Minuten auskühlen, da sie sonst beim Bestreichen mit der Marmelade zerbrechen könnten.

Platziere einen ordentlichen Kleks Marmelade auf den unteren Teil des Linzer Plätzchens und setze einen oberen Teil mit Loch passend darauf, sodass ein wenig Marmelade zwischen beiden Komponenten als Kleber fungiert und der Rest aus dem Loch herausschaut. Bestäube die fertigen Linzer Plätzchen zum Schluss noch mit Puderzucker.

Tipp: der Teig hält sich mehrere Tage im Kühlschrank, wenn er eingewickelt ist. Du kannst also auch kleine Portionen machen und dafür alle paar Tage bis Weihnachten wieder frische Plätzchen mit deinem Teigvorrat backen.

Vegane Variante: Achte bei der Wahl der Marmelade darauf, dass diese vegan ist oder benutze deinen eigens hergestellte Sorte. Die Butter lässt sich durch vegane Butter ersetzen, allerdings solltest du diese vorher für ca. 1 Stunde ins Eisfach legen, damit die Konsistenz des Teigs schön fest ist. Vegane Margarine funktioniert leider nicht als Ersatz, da die Plätzchen beim Backen sonst ihre Form verlieren!

Schokoladensterne.

Schoko“taler“

Dauer: 70 min (inkl. Kühlzeit), Backzeit: 15 min

Du brauchst: 220 g Mehl, 30 g Backkakao, 80 g Zucker, 210 g weiche Butter, 1 TL Zimt, 100 g gemahlene Haselnüsse, Zartbitterkuvertüre

Alle Zutaten (bis auf die Kuvertüre) werden vermischt und zu einem festen Teigklumpen verknetet. Den Teigklumpen schlägst du in ein Bienenwachstuch (alternativ: Frischhaltefolie) ein und legst das Paket für 60 min in den Kühlschrank.

Rolle den Teig mit etwas Mehl auf einem Brett oder der Arbeitsfläche aus (Achtung: das Kakaopulver im Teig kann Flecken auf der Oberfläche hinterlassen!) und steche mit den Plätzchenausstechern deiner Wahl verschiedene Formen aus. Eigentlich sind es Schoko“taler“ (also runde Plätzchen), aber auch als Sterne und Monde sehen sie schön aus.

Die Plätzchen kommen auf ein Blech und für 15 min bei 160 Grad Umluft in den Backofen. Die fertigen Schokotaler müssen vollständig auskühlen, bevor sie mit Kuvertüre überzogen werden können.

Erhitze die Kuvertüre in einem Wasserbad und tauche die Plätzchen mit der Spitze oder zur Hälfte in die Schokolade. Lasse die Schokolade mehrere Stunden (am besten draußen auf dem Balkon oder im Kühlschrank) erhärten.

Vegane Variante: Achte bei der Wahl der Kuvertüre darauf, dass diese auch wirklich vegan ist. Die Butter lässt sich durch vegane Butter ersetzen, allerdings solltest du diese vorher für ca. 1 Stunde ins Eisfach legen, damit die Konsistenz des Teigs schön fest ist. Vegane Margarine funktioniert leider nicht als Ersatz, da die Plätzchen beim Backen sonst ihre Form verlieren!

Klassische Vanillekipferl mit Schokoladenspitzen.

Vanillekipferl

Dauer: 40 min (inkl. Kühlzeit), Backzeit: 10 min

Du brauchst: 250 g Mehl, 210 g Butter, 100 g gemahlene Mandeln, 80 g Zucker, 3 Pkg. Vanillezucker, Puderzucker zum Bestreuen, Bonus: Zartbitterkuvertüre

Knete aus dem Mehl, der Butter, den Mandeln, dem Zucker und 2 (!) Packungen Vanillezucker einen feste Teig. Lege den Teig für 30 min eingewickelt in eine Bienenwachstuch (alternativ: Frischhaltefolie) in den Kühlschrank.

Vermische in dieser Zeit eine Packung Puderzucker mit 1 Packung Vanillezucker in einer wiederverschließbaren Dose (so hält sich die Mischung bis zum nächsten Backeinsatz).

Forme aus dem kalten Teig mit den Händen kleine Kugeln (etwa die halbe Größe eines Tischtennisballs) und forme dann aus den Kugeln etwa 1 cm dicke Teigwürste, die an den Enden schmal zulaufen. Lege die Teigwurst nun als „halben Kringel“ aufs Backblech und backe die Vanillekipferl für ca. 10-15 Minuten bei 175 Grad.

Die fertigen Vanillekipferl müssen nun noch vor (!) dem Auskühlen mit der Vanillepuderzuckermischung bestreut werden und können dann auskühlen. Vor dem Auskühlen sollte man die Kipferl nicht anfassen, da sie sonst sehr schnell zerbrechen (Erfahrungswerte vorhanden, Krümel schmecken weniger gut als komplette Vanillekipferl).

Wenn du möchtest, kannst du die ausgekühlten Vanillekipferl noch mit den Spitzen in Kuvertüre tunken.

Vegane Variante: Die Butter lässt sich durch vegane Butter ersetzen, allerdings solltest du diese vorher für ca. 1 Stunde ins Eisfach legen, damit die Konsistenz des Teigs schön fest ist. Vegane Margarine funktioniert leider nicht als Ersatz, da die Plätzchen beim Backen sonst ihre Form verlieren!

Weitere Rezepte

Alle Rezepte aus der Barn Cuisine findest du hier: https://thegeekishbarn.de/besuchen/kueche

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